Farb-Pausen machen!

Sonst wird´s zu bunt.

Als Farbplaner begleiteten wir die Renovierung einer in den 1980er Jahren errichtete Wohnanlage im Münchner Westend. Die anspruchsvolle und teilweise unkonventionelle Ausformung der Bauvolumen erfordert einen differenzierten Umgang mit den asymmetrischen, teilweise schräg zueinander stehenden Häuserriegeln, die mehrere Innenhöfe bilden.


Unsere Farbauswahl orientiert sich an „klassischen Stadtfassaden“ in rötlichen und gelblichen Ockertönen. Um die Kontraststärke zu erhöhen und einzelne Gebäudeteile stärker zu individualisieren, kommt neben dem warmen Goldocker ein leicht grünstichiges Spinellgelb ins Spiel. Es knüpft ans Goldocker an und bringt aufgrund seiner Kühle eine neue und unerwartete Nuance ins Ensemble.


Mit einem verschatteten Umbra bieten wir dem Blick Farbpausen an, und schaffen zugleich den Eindruck räumlicher Tiefe. Sicher: Nicht alle Menschen wollen gern in relativ farbschwachen umbrafarbenen Häusern leben. Umbra wird manchmal auch als Schmutzfarbe bezeichnet. Wie anders geht "Goldocker“ über die Lippen!

Im Rahmen eines Gesamtkonzepts kann auf Farbpausen, auf "zurückgenommene" Passagen, nicht verzichtet werden. Die Wahrnehmung stimulieren ist das eine; Ruhepausen gewähren das andere. Das Laute braucht das Leise, Helligkeit braucht Dunkelheit (und umgekehrt), um sich im Erlebnis zu entfalten.


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